VEGANE BÜROMÖBEL

Kundenreferenz Avesu mit Bürostuhl von GreenofficeVegane Büromöbel – da hat selbst die Büroeinrichterin und Veganerin Christine Müller kurz gezögert als Avesu, Anbieter für vegane Schuhe, nach veganen Bürostühlen fragte. Ganz ohne tierische Bestandteile sollten sie sein.

Das vegan ausgerichtete Unternehmen Avesu befindet sich in guter Gesellschaft.

Da ist es gut, dass die Greenoffice Agentur ganz entspannt sagen kann: Ja, wir haben vegane Büromöbel.

Veganer Bürocheck

In dem Artikel “Die Kuh muss weg” wird ganz deutlich: “Wer vegan leben will, muss nicht nur seine Ernährung ändern. Auch in Wohnungen –oder hier: im Büro steckt Tierisches.” Die Greenoffice Agentur macht deshalb den veganen Bürocheck und zeigt, was Tierisches in der Büroeinrichtung steckt oder besser nicht steckt bei den vor ihr vermittelten Büromöbeln.

Die Checkliste zur Prüfung auf vegane Materialien basiert auf den Empfehlungen der veganen Gesellschaft Deutschland und den Richtlinien für nachhaltige Büroeinrichtung der Greenoffice Agentur.

  • Bezug einer Dreisitzer Couch mit Armlehnen: Etikettencheck ob es aus Wolle oder Synthetik ist. Synthetische Fasern wie Acryl und Polyester sind eindeutig vegan.
  • Polsterung von Möbeln wie Stühlen prüfen, ob tierische Fasern verwendet wurden. Meist lassen sich diese Fasern alternativ durch pflanzliche Kokosfasern oder Naturlatex ersetzen, wenn es keine Kunstfaser sein soll.
  • Accessoires wie Kissen und Decken können häufig tierische Fasern wie Seide oder Wolle im Bezug, Füllung oder Bestickung enthalten.
  • Holzmöbel sind aus veganer Sicht ganz unproblematisch, da keine tierischen fasern enthalten sind. Aus Nachhaltigkeitssicht ist jedoch darauf zu achten aus welcher Bezugsquelle das Holz stammt. Gebraucht und Recycling ist meist Vorrang vor Neuware zu gewähren.
  • Büromöbel aus Holzfaserplatten (Spanplatte) dürfen spätestens seit der gesetzlichen Vorschrift für das Betriebliches Umweltaudit von 1995 nur noch schadstofffreie Materialien verwenden wie synthetische Leime und Bindemittel.
  • Technikmöbel sind auch Vegan da der Korpus zu 100% aus Kunstfasern oder Metall besteht. Hier ist auch die nachhaltige Bezugsquelle der Rohmaterialien zu achten besonders bei Aluminium.
  • ACHTUNG: Problematisch wird es bei allen Produkten die wie Sofas oder Stühle einen Lederbezug haben. Ist der Bezug laut Etikett aus 100% Leder ist er eindeutig nicht vegan. Problematisch wird es auch bei Daunen- oder Wolldecken. Doch auch hier gilt ganz pragmatisch die Produkte erst nach Verschleiß austauschen und zukünftig schon bei der Anschaffung auf das Etikett schauen.
  • Vegan und Gebrauchtmarkt

    Stiftung Warentest _Immer der Nase nach Vegane Büromöbel sind auf dem Gebraucht- und Neumarkt in Form von beispielsweise Drehstühlen mit Stoffbezug aus synthetischen Fasern wegen ihrer Strapazierfähigkeit und Langlebigkeit längst Standard. Gebrauchte Büromöbel haben auch den Vorteil gegenüber Neumöbeln, dass alle gesundheitsschädlichen Dämpfe und Wohngifte laut der Prüfung von WarentestImmerDerNaseNach
    bereits verflüchtigt sind. In der industriellen Fertigung von Gestellen sind PU (Polyurethane Kunststoffe) und/oder recycelten Materialien wie Metalle (Stahl und Aluminium) schon lange normal. Bei Hanf und Kork, wie avesu es für seine Schuhe verwendet, ist die Büromöbelindustrie jedoch erst in den Anfängen.

    Auf den Aspekt der Nutzung und dem deutlichen Verbraucherausweis nachhaltiger Materialen und Fertigungsverfahren weist auch der Geschäftsführer der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) e. V. hin: „Seit Jahrzehnten in der Verarbeitung fossiler Ressourcen versiert, muss die Industrie für die Rohstoffe aus dem Wald und vom Acker erst die geeigneten Technologien entwickeln.“

    Ausweispflicht von Produkten

    Nachhaltigkeitspass für Besprechungstisch mit CO2-FootprintSie merken, dass was für den Ausweis der Inhaltsstoffe und Zutaten auf industriell gefertigten Lebensmitteln nach Vorgabe der Lebensmittel-Kennzeichnung verpflichtend ist gibt es für Produkte wie u.a. Büromöbel nicht.

    Eine solche Verordnung für alle Produkte als sog. CO2-Footprint-Produktausweis wäre jedoch wünschenswert. Laut Memorandum Product Carbon Footprint aus 2009 wurde in Deutschland der CO₂-Fußabdruck von Produkten zwar diskutiert, aber keine weiteren Aktionen unternommen, bevor nicht die ‘ISO 14067′ für die Bilanzierung des CO₂-Fußabdrucks von Produkten zur Verfügung steht – um „ eine zusätzliche Verwirrung der Bevölkerung zu den ca. 400 bereits bestehenden Labeln zu vermeiden.“ Vegane Käufer mit dem Wunsch nach veganen Büromöbel werden vor diesem Hintergrund u.a. auf die Vegane Checkliste der Greenoffice-Agentur oder auf Partner wie die Greenoffice Agentur für vegane gebrauchten Büromöbeln angewiesen sein.

    Kundenreferenz Avesu mit Bürostuhl von GreenofficeDie Greenoffice Agentur arbeitet weiter für den CO2-Produktausweis mit ihren Partnern – um auch in Zukunft als Antwort auf die Frage “Haben sie vegane Büromöbel?” – “Ja, kein Problem!” sagen zu können.

    Unsere Vision ist es, den Kunden zukünftig statt des vorläufigen Nachhaltigkeitspass dann den CO2-Footprint-Ausweis aushändigen zu können.

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