„LÜFTUNGSKLAPPEN“ FÜR CO2-AUSSTOSS GESUCHT

Lüftungsklappen für die Umwelt
Wir atmen Luft ein und Stickstoff aus

Gestern beim 3. Vegan Businessfrühstück – die Nachhaltigkeitsformel am Morgen kamen wir auf die spannende Frage, wieso denn CO2 eigentlich schädlich sein soll. Eine Frage, die wir nur ansatzweise gemeinsam schlüssig beantworten konnten. Das war natürlich ein „Auftrag“ für mich als Nachhaltigkeitscoach jetzt mal genauer zu recherchieren, was sich dazu aus „Expertenmund“ findet.

CO2 aus „Wohnzimmerperspektive“

Kohlenstoffdioxid ist ein farb- und geruchloses Gas, das in geringem Maße in der Luft oder genauer „Atmosphäre“ vorkommt. Gerade mal 0,04 Volumenprozenten finden sich in der normalen Luft.

Grundsätzlich produziert jedes Lebewesen CO2. Menschen atmen Luft mit 4 Prozent CO2 wieder aus. Scheint auch wieder wenig. In Deutschland leben 226 Einwohner/km². Von den Städten ist München mit 4440 Einwohnern je km² noch vor Berlin mit 3785 Einwohnern pro km². Die geringste Bevölkerungsdichte hat Nunavut 0,01 Einwohner/km². Damit werden auch 4 % „schlechte Luft“ in der Masse schon deutlich mehr.

Eine hohe Konzentration von CO2 in der Raumluft führt zu einem fehlen des Atemanreizes bis zum Atemstillstand. Wir alle kennen den Effekt, dass aus dem vormals farb- und geruchlosen Gas plötzlich ein dichter grauer Dunstschleier geworden ist. Häufig erlebt durch Ausrufe von Neuankömmlingen „Mensch ist hier ein Dunst und schlechte Luft. Ich mach erstmal das Fenster auf!“ – Das ist löblich, denn kann die Luft (etwa beim Kochen und Atmen!) keine weitere Feuchtigkeit aufnehmen, dann entsteht Dunst bzw. Nebel im Raum, der an kalten Fensteroberflächen oder Wänden zu Wasser kondensiert. Deshalb gibt es auch für Privaträume die DIN 4108-2 von 2011, Abschnitt 4.2.3 für die Abführung von Gerüchen und Schadstoffen der Luft z. B. Ausdünstungen aus der Einrichtung, ihren Möbeln. In Räumen wird ein Luftwechsel von 0,5/h gefordert.

Und wenn es ganz schlimm kommt, das heißt eine hohe Konzentration von CO2 in der Raumluft vorhanden ist fehlt der natürliche Atemanreiz „Hilfe ich bekomme keine Luft mehr!“ Ein Anteil von 5 Prozent führt zu Kopfschmerzen. Ab einen Anteil von 8 Prozent ist Kohlenstoffdioxid tödlich und führt zum Atemstillstand.

    CO2-Austausch in der Weltatmosphäre

    Jetzt verlassen wir mal die Wohnzimmerperspektive im Kleinen und stellen uns das Weltwohnzimmer von zum Jahreswechsel 2013/14 rund 7,2 Milliarden Menschen vor für die die Atemluft mit Atemreiz immer knapper wird. In China zeigt es sich deutlich am Dunst der über den Städten wie der Dunst im Raum hängt. Die „Lüftungsklappen“ zum Luftaustausch sind knapp geworden, denn wo Frischluft hernehmen?

    Im Vergleich zur natürlichen Produktionsmenge von Kohlenstoffdioxid mit 4% ist die zusätzliche Menge, die von der Industrie, den Tieren zur Fleischproduktion, dem Straßenverkehr und privaten Haushalten, in Verbrennungsvorgängen von fossilen Brennstoffen (Kohle und Heizöl) als „Luftverschmutzung“ produziert werden, gering. Der natürlich entstandene Anteil CO2 wird, ohne Schaden anzurichten, auch wieder von der Natur (Pflanzen, Bakterien, Ozeane) aufgenommen.

    Von dem überschüssigen Kohlenstoffdioxid werden ein Teil von den Ozeanen und der Biosphäre zusätzlich aufgenommen. Laut World Ressource Institute in Washington gelangten in den vergangenen 200 Jahren durch Menschen zusätzlich 2,3 Billionen Tonnen CO2 in die Atmosphäre – die Hälfte davon allein in den letzten 30 Jahren. Jedes Jahr kommen weitere 31,5 Milliarden Tonnen Kohlendioxid durch den Menschen weltweit in die Atmosphäre. Problematisch sind die Gase, die Schadstoffe, die mit dem „Ausatmen“ zusätzlich zum CO2 noch gebildet werden, die sogenannten Treibhausgase.

    Bäume sind CO2-Lüftungsklappen für Treibhausgase

    Jetzt kommen wir zum „Kasus Knacksus“: Die Ozeane übersäuern bei der Aufnahme des „Zuviel“ an überschüssigem Kohlendioxid, Fische und Pflanzen werden geschädigt. Und als kleiner Rest bleiben noch viele Hunderte Millionen Tonnen CO2 in der Atmosphäre zurück. Doch die liebe Natur, unser „Weltwohnzimmer“ kann wie gezeigt den von Menschen verursachten CO2-Überschuss zum Teil gar nicht und zum anderen Teil nicht ohne Schäden entsorgen. Bekannteste Folge des überhöhten CO2 Ausstoßes ist die Erderwärmung oder im „Wohnzimmerdeutsch“ das Ersticken.

    CO2-Initiativen wie Plant for the Planet helfen mit ihrem Ziel für jeden Mensch 150 Bäume als „Lüftungsklappe“ zu pflanzen, damit wir überhaupt noch weiter Atmen können und die jährlich 31,5 Milliarden Tonnen Kohlendioxid ausgeglichen werden. Auch alle weiteren Missionen wie gebrauchte Büromöbel statt Neuproduktion als Ihr Beitrag helfen dabei.

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